Eigene Angebote im digitalen Bereich – mit digitalen Produkten Geld verdienen
Das Internet bietet heute zahlreiche Möglichkeiten, mit eigenen digitalen Angeboten ein zusätzliches Einkommen aufzubauen oder sogar ein eigenes Online-Geschäft zu entwickeln. Der große Vorteil digitaler Produkte besteht darin, dass sie einmal erstellt und anschließend beliebig oft verkauft werden können. Im Gegensatz zu klassischen Waren müssen digitale Produkte weder gelagert noch verpackt oder per Post verschickt werden. Der Verkauf kann rund um die Uhr und theoretisch weltweit erfolgen.
Wer eigene Angebote im digitalen Bereich entwickeln möchte, sollte sich zunächst überlegen, welches Wissen, welche Fähigkeiten oder welche Lösungen er anderen Menschen anbieten kann. Dabei muss es nicht unbedingt um ein kompliziertes Produkt handeln. Auch einfache Vorlagen, Anleitungen, E-Books oder Checklisten können interessant sein, wenn sie ein konkretes Problem lösen oder einen bestimmten Nutzen bieten.
Einige Ideen für eigene digitale Angebote
Die Möglichkeiten für eigene digitale Produkte sind sehr vielfältig. Eine der bekanntesten Varianten sind E-Books. Wer über Fachwissen, Erfahrungen oder besondere Kenntnisse verfügt, kann diese in einem digitalen Ratgeber zusammenfassen. Themen können beispielsweise Gesundheit, Ernährung, Reisen, Handwerk, persönliche Finanzen, Technik, Beruf oder Freizeit sein. Wichtig ist, dass das E-Book einen echten Mehrwert bietet und eine bestimmte Zielgruppe anspricht.
Auch Online-Kurse gehören zu den beliebten digitalen Angeboten. Dabei kann Wissen in Form von Videos, Texten, Präsentationen oder Arbeitsmaterialien vermittelt werden. Ein Kurs kann beispielsweise erklären, wie man eine eigene Website erstellt, eine Fremdsprache lernt, fotografiert oder sich bestimmte berufliche Fähigkeiten aneignet.
Eine weitere Möglichkeit sind Vorlagen und Templates. Dazu gehören beispielsweise Excel-Tabellen, Haushaltsplaner, Rechnungs- oder Angebotsvorlagen, Kalender, Social-Media-Vorlagen, Bewerbungsunterlagen oder Planungsunterlagen. Solche Produkte sind besonders interessant, weil der Käufer damit Zeit sparen kann.
Ebenfalls gefragt sind Checklisten, Arbeitsblätter und digitale Planer. Sie können für ganz unterschiedliche Bereiche entwickelt werden. Denkbar sind beispielsweise Reiseplaner, Einkaufslisten, Lernpläne, Trainingsplaner oder Organisationshilfen für Unternehmen.
Wer kreativ arbeitet, kann außerdem Grafiken, Designs, Fotos, Illustrationen, Präsentationen oder andere digitale Dateien verkaufen. Auch Musik, Audio-Dateien, Schriftarten oder bestimmte Designelemente können als digitale Produkte angeboten werden.
Entscheidend ist dabei nicht unbedingt, ein völlig neuartiges Produkt zu erfinden. Viel wichtiger ist die Frage: Welches Problem kann ich für eine bestimmte Zielgruppe lösen? Genau daraus entstehen häufig die besten digitalen Angebote.
Warum eine Nische beim Verkauf wichtig sein kann
Wer mit digitalen Produkten erfolgreich sein möchte, sollte sich möglichst früh mit dem Thema Nische beschäftigen. Eine Nische bezeichnet einen klar abgegrenzten Bereich mit einer bestimmten Zielgruppe und bestimmten Bedürfnissen.
Ein Beispiel: Statt einen allgemeinen Ratgeber zum Thema „Fitness“ anzubieten, könnte man einen digitalen Ratgeber für „Fitnessübungen für Menschen ab 50“ entwickeln. Statt eines allgemeinen Reisebuchs könnte ein Angebot beispielsweise speziell auf „Thailand-Reisen für Langzeiturlauber“ ausgerichtet sein.
Der Vorteil einer solchen Spezialisierung liegt darin, dass sich das Angebot genauer auf die Wünsche der Zielgruppe ausrichten lässt. Gleichzeitig ist es leichter, passende Inhalte für die eigene Website, einen Blog oder soziale Netzwerke zu erstellen. Auch bei der Suchmaschinenoptimierung kann eine klare thematische Ausrichtung hilfreich sein.
Eine Nische sollte allerdings nicht nur deshalb ausgewählt werden, weil sie vermeintlich wenig Konkurrenz hat. Wichtig ist vor allem, dass es tatsächlich Menschen gibt, die sich für das Thema interessieren und bereit sind, für eine Lösung Geld auszugeben.
Vor der Entwicklung eines Produktes lohnt sich deshalb eine kleine Marktanalyse. Welche Fragen stellen Menschen zu diesem Thema? Welche Probleme haben sie? Welche Produkte werden bereits angeboten? Was fehlt bei bestehenden Angeboten? Je genauer diese Fragen beantwortet werden, desto besser lässt sich ein eigenes Produkt entwickeln.
Eine erfolgreiche Nische muss also nicht riesig sein. Häufig kann gerade eine kleinere, klar definierte Zielgruppe interessant sein, wenn deren Bedürfnisse gut verstanden werden.
Verkauf von Produkten anderer Anbieter – wo bekommt man diese Produkte?
Nicht jeder möchte eigene digitale Produkte erstellen. Eine Alternative besteht darin, Produkte anderer Anbieter zu verkaufen. Dieses Geschäftsmodell ist insbesondere im Affiliate Marketing verbreitet. Dabei empfiehlt oder bewirbt man ein fremdes Produkt und erhält bei einem erfolgreichen Kauf eine Provision.
Die Produkte werden beispielsweise über Affiliate-Netzwerke und digitale Verkaufsplattformen angeboten. Dort können sich Anbieter und Vertriebspartner zusammenfinden. Der Anbieter stellt das Produkt bereit, während der Affiliate dafür sorgt, dass potenzielle Käufer auf das Angebot aufmerksam werden.
Bekannte Plattformen für digitale Produkte sind beispielsweise Digistore24, CopeCart oder verschiedene internationale Affiliate-Netzwerke. Dort findet man unter anderem Online-Kurse, E-Books, Software, Vorlagen und andere digitale Angebote. Je nach Plattform unterscheiden sich die Produkte, Provisionsmodelle und Teilnahmebedingungen.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, fertige digitale Produkte mit entsprechenden Nutzungsrechten zu erwerben. Hierbei muss allerdings genau geprüft werden, welche Rechte der Käufer tatsächlich erhält. Nicht jedes gekaufte E-Book oder jede Vorlage darf einfach verändert und anschließend unter eigenem Namen weiterverkauft werden. Entscheidend sind die jeweiligen Lizenzbedingungen.
Wer Produkte anderer Anbieter verkaufen möchte, sollte außerdem nicht einfach möglichst viele Angebote bewerben. Erfolgreicher ist meist eine klare thematische Ausrichtung. Eine Website über Reisen könnte beispielsweise passende Reiseprodukte, Sprachkurse oder Reiseplaner empfehlen. Eine Website über Online-Marketing könnte dagegen Software, Kurse oder Vorlagen aus diesem Bereich vorstellen.
Damit entsteht ein Geschäftsmodell, bei dem eigene Inhalte und fremde Produkte miteinander kombiniert werden können. Die eigenen Inhalte schaffen Vertrauen und informieren die Besucher, während passende Produkte anderer Anbieter zusätzliche Einnahmen ermöglichen.
Eigene Produkte oder Produkte anderer Anbieter?
Beide Varianten haben Vor- und Nachteile. Wer ein eigenes digitales Produkt entwickelt, kann grundsätzlich selbst über Inhalt, Preis und Vermarktung entscheiden. Außerdem bleibt ein größerer Teil des Verkaufserlöses beim Anbieter. Dafür sind zunächst Zeit und Arbeit notwendig, um das Produkt zu erstellen und zu aktualisieren.
Beim Verkauf fremder Produkte entfällt die eigene Produktentwicklung. Dafür erhält man normalerweise nur eine Provision und ist hinsichtlich Produkt, Preis und Verkaufsbedingungen vom jeweiligen Anbieter abhängig.
Für Einsteiger kann es deshalb sinnvoll sein, zunächst mit Affiliate Marketing Erfahrungen zu sammeln und gleichzeitig eigene digitale Angebote aufzubauen. Wer beispielsweise eine Website zu einem bestimmten Thema betreibt, kann zunächst hilfreiche kostenlose Inhalte veröffentlichen und passende Produkte anderer Anbieter empfehlen. Später kann daraus ein eigenes E-Book, ein Kurs, eine Vorlage oder ein anderes digitales Produkt entstehen.
Der wichtigste Erfolgsfaktor bleibt jedoch der Nutzen für die Zielgruppe. Ein digitales Angebot sollte nicht nur deshalb erstellt oder beworben werden, weil damit Geld verdient werden kann. Es sollte ein konkretes Problem lösen, Zeit sparen, Wissen vermitteln oder dem Käufer einen anderen erkennbaren Vorteil bieten.
Wer eine passende Nische findet, seine Zielgruppe versteht und regelmäßig hochwertigen Inhalt liefert, kann sich damit Schritt für Schritt ein digitales Geschäftsmodell aufbauen. Dabei muss der Anfang nicht kompliziert sein: Oft reicht bereits eine gute Idee, ein klar definiertes Problem und ein digitales Produkt, das dafür eine praktische Lösung bietet.